Montag, Dezember 26, 2005

Mietkauf & Genotec wird im Stern erwähnt

Elke Schulz hat im Magazin der Stern einen Artikel über Mietkauf-Modelle veröffentlicht und ist rein rechnerisch zu einem Vorteil für "echte" Eigenheimbesitzer gekommen.
Der Artikel scheint mir aber wenig fundiert, den die Vorteile des Genotec-Mietkauf-Konzepts wurden nicht dargestellt. Wer heute eine Immobilie erwerben möchte, muß ja anders als in der Vergangenheit nicht nur die Gesamtkosten (Total-Cost-of-Ownership) berechnen und sich für die günstigere Alternative entscheiden, sondern auch andere Faktoren in die Überlegung mit einbeziehen. So muß heute auch ein möglicher Wertverlust der Immobilie in Betracht gezogen werden. Die Genossenschaftseinlage ist hierbei aufgrund der Diversifikation des Immobilienportfolios sehr gut gegen Wertverlust abgesichert. Und selbst wenn die konkrete Immobilie in der man als Genosse zur Miete wohnt einen Wertverlust erfährt so entscheidet man sich einfach gegen den Erwerb. Bis zum Erwerb durch den Genossen dürfen beim Genotec Konzept bis zu 25 Jahre verstreichen. Auch hier ist der Stern-Artikel mangelhaft recherchiert es wird lapidar von 10 bis 20 Jahren gesprochen, wobei hier wohl auf alle möglichen Mietkauf-Konzepte und nicht nur auf das Genotec Konzept abgestellt wurde.

Also wenn man vom reinen Kostenvergleich, und die habe ich bei Stern nicht nachgerechnet, absieht stört am Stern-Artikel das nicht erwähnt wird, daß eine Finanzierung mit der Bank erhebliche Risiken birgt. Schulden sind Schulden auch wenn man Sie bei einer "renommierten" Bank hat. Im Gegensatz dazu hat beim Genotec-Konzept, das grundlegend auf dem Prinzip des Bausparens basiert keiner der Teilnehmer zu irgendeinem Zeitpunkt Schulden und die damit verbunden Risiken einer möglichen Kreditkündigung.

- Neuverschuldung zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards (machen wir uns nichts vor !)

- Zwangsversteigerung

- "nicht monetären Folgen", wie Trennung der Ehepartner, etc.

Zudem bekommt die von Frau Schulz erwähnte "Zielgruppe", wie z.B. Selbständige durch die neuen Basel II Bestimmungen nur noch sehr schwer überhaupt Kredit.

Desweiteren müssen auch heute „stolze“ Eigenheimbesitzer nach Auslaufen der 10jährigen Zinsbindunsgfrist nach Basel II eine neue Kreditprüfung und eine neue Objekteinwertung über sich ergehen lassen. Die Folgen dieser Kredit-Neuvergabe oder in vielen Fällen wohl eher Kredit-Nicht-Vergabe wird durch die prognostizierten Zwangsversteigerungszahlen nur allzu deutlich.

Hierbei sollte man nicht vergessen, daß die Banken mit Tilgungsraten von 1 Prozent oder gar Tilgungsaussetzungsdarlehn an diesem Zustand kräftig mitgewirkt haben. Insofern ist der Artkel doch noch brauchbar, wenn Sie unbedingt per Bank finanzieren wollen, beherzigen Sie die Aussagen im grauen Kasten zum Thema: Was ist die Tilgungsfalle?

Zur Information: Ich bin weder Genosse der Genotec e.G., noch Vertriebspartner der Genotrade e.K.

Link zum stern-Artikel aus Heft 51/2005:
Hauserwerb mit Haken

Hier noch mal alle Postings zum Thema Genotec:

Genotec Nachfrage groß [10.12.2005]

Nachschusspflicht bei Genotec Genossenschaft ? [07.12.2005]

Fragen und Antworten (FAQ) zum Genotec e.G. Mietkauf-Model [07.12.2005]

Forum zur Diskussion des Genotec Konzepts online [01.12.2005]

Genotec Immobilienfinanzierung's Alternative ? [01.12.2005]

Google Suche nach Genotec (für Leute die nicht so fit mit Google sind wie ich)

Und noch eine Google Suche

Kommentare sind willkommen, bitte nicht anonym.

Kommentare:

Alex Peplow hat gesagt…

...nebenbei erwähnt sind die 27,5%, die lt. Stern-Artikel nach 25 Jahren erst abbezahlt sind ebenfalls falsch - lt. Genotec-Beraterin sind nach 25 Jahren bereits 70% getilgt - und die restlichen 30% müsste man mit 50-100 Euro pro Monat auf 25 Jahre angespart und ordentlich verzinst auch gut auftreiben können.

Frank Kerkau hat gesagt…

Genotec ist eine interessante Geschichte. M.E. kann man das Thema Immobilienspekulation hier ausser acht lassen. Das interessiert den Eigennutzer nicht. Der will möglichst schnell und günstig in seine eigenen vier Wände einziehen und dort möglichst lange bleiben. Schuldenfrei hin und schuldenfrei zurück, das ist ebenfalls Augenwischerei. Einen Hauskauf ohne die Schuld es zu bezahlen, gibt es nicht, das wäre eine Schenkung. Worauf kommt es an? Wird der Häusle-Bauer zahlungsunfähig, verliert er bei der Bank sein Haus und bei Genotec ebenfalls. Es gibt also keinen Unterschied. Das Konzept von Genotec auf das Wesentliche reduziert, heisst nichts anderes, als zur Miete wohnen und nebenbei sparen. Das kann der Interessent allein jedoch viel besser, sicherer und das macht nur Sinn bei hohen Zinsen. Ein Kredit jedoch bei niedrigen Zinsen aufgenommen und ordentlich getilgt mit > 2 Prozent Anfangstilgung führt wesentlich schneller zum Ziel.
Genotec schürt Ängste vor Schufa und Basel II. Wer durch negative Schufa und Bewertung oder Konditionen nach Basel II keinen Kredit bekommt oder teure Zinsen zahlen muss, der kann sich auch Genotec nicht leisten. Wenn man sich die Rechenbeispiele im Genotec-Konzep anschaut, dann fällt sofort auf, dass die Belastung durch den Bankkredit mit 1,6 Prozent höher ist, als das was an Genotec zu zahlen ist. Kunststück, dass da eine höhere Rate herauskommt. ;)

Anonym hat gesagt…

Wenn GENOTEC genügend neue Einzahler gewinnen kann oder einen Partner findet, der evtl. 100 Mio. (fiktiver Betrag für 700 Häuser) findet, dann rollt der Ball gerade wegs in das Tor.